Wie sieht Dein Arbeitsalltag aus?

Ich fange immer um 7.00 Uhr an, dann schaue ich, was sofort anliegt und schnell erledigt werden muss. Um 8.00 Uhr treffen wir uns dann mit dem Meister, um Wartungsaufträge und weitere Aufgaben für den Tag zu planen. Dann geht’s an die Arbeit. Im Laufe des Tages arbeite ich dann zum Teil fest geplante Aufgaben ab und teilweise werde ich auch kurzfristig zu den Anlagen gerufen, um Störungen zu beheben oder um Wartungen und Instandhaltungen durchzuführen.

Welche Aufgaben machst Du häufig? Welche Aufgaben hast Du bisher kennengelernt?

Am meisten führe ich Wartungen und Instandhaltungen an den Anlagen durch. Aber zwischendurch baue ich auch mal kleinere Dinge zusammen oder stelle kleine Bauteile, wie zum Beispiel Halterungen für Messgeräte o.ä., her. Meine Aufgaben sind also ziemlich abwechslungsreich.

Wo ist Dein Hauptarbeitsplatz?

Die meiste Zeit verbringe ich in der Produktion, direkt an den Anlagen. Aber ich gehe auch immer mal wieder in die Schlosserei, um Werkzeuge zu holen und Kleinteile an den verschiedenen Werkzeugen in der Schlosserei zu bauen. Auch die Arbeit am Computer in der Schlosserei gehört immer mehr zum Standard bei uns. Die Tätigkeiten werden in einem Wartungsprogramm definiert und dann als Arbeitsauftrag ausgedruckt.

Welche Bereiche lernst Du sonst noch im Rahmen der Ausbildung kennen?

Ich bin hauptsächlich in der Produktion und in der Schlosserei. Durch die verschiedenen Wartungsaufträge lernt man die gesamte Produktion und die verschiedenen Anlagen genau kennen. In der Schlosserei lerne ich die Grundkenntnisse für Arbeiten an den verschiedenen Bearbeitungsmaschinen kennen. Dazu gehört zum Beispiel das Bohren, Fräsen, Flexen, Arbeiten an der Werkbank oder mit dem Schweißgerät.

Was macht Dir bei der Arbeit am meisten Spaß? Was gefällt Dir am besten?

Mir persönlich gefällt das Drehen und Fräsen am besten, weil man hier ganz genau und konzentriert arbeiten muss. Das ist zwar anspruchsvoll, aber macht richtig Spaß.

Was hättest Du vorher nicht erwartet? Was hat Dich bei der Ausbildung überrascht?

Von den Aufgaben her war zwar alles ganz neu für mich, aber es war nichts dabei, was mich total überrascht hat. Positiv überrascht haben mich aber meine Arbeitszeiten und das gute Arbeitsklima in der Schlosserei.

Zu welcher Berufsschule gehst Du? Wie sieht Dein Alltag in der Berufsschule aus?

Ich gehe in Steinfurt auf die Technischen Schulen. Im ersten Lehrjahr hatte ich montags und dienstags Berufsschule. Jetzt im zweiten Lehrjahr habe ich nur noch einmal pro Woche, am Mittwoch, Berufsschule. Neben der Berufsschule werden wir beim „bfw“ in Rheine noch überbetrieblich ausgebildet. Hier lernen wir in einem Grundlehrgang den Umgang mit Metall durch Feilen, Bohren, Anreißen, Senken, Sägen usw. Diese Schulung dauert eine Woche und findet zu Beginn der Ausbildung statt. Direkt vor der Prüfung gibt es dann noch einen Prüfungsvorbereitungskurs, bei dem man speziell in den einzelnen Fachbereichen auf die Abschlussprüfung vorbereitet wird.

Welche Fächer hast Du in der Berufsschule?

Ich habe viele technische Fächer. Diese sind in unterschiedliche Lernfelder eingeteilt und fallen unter den Bereich „technische Kommunikation“. Außerdem gehören Nebenfächer wie zum Beispiel Wirt-schaft, Deutsch, Sport und Religion dazu.

Wie wirst Du bei TWE in der Ausbildung betreut?

Einen Großteil der Betreuung übernehmen die Gesellen. Am Anfang begleitet man sie sehr viel und bekommt alles genau erklärt. Mit der Zeit, wenn man dann etwas selbstständiger arbeiten kann, geht man immer öfter alleine an die Anlagen. Bei Fragen stehen mir aber weiterhin die Gesellen oder auch der Meister zur Verfügung. Alle zwei bis drei Monate treffen wir uns mit allen Azubis mit unserer Ausbildungsleiterin. Hier kann man mal loswerden, wenn etwas nicht so gut läuft oder wenn man Wünsche oder Fragen zur Ausbildung hat. Zum Beispiel haben wir beim letzten Treffen besprochen, dass wir dieses Jahr alle zusammen zu einer großen Messe für technische Textilien nach Frankfurt fahren damit wir sehen, was mit den Produkten passiert, die wir herstellen und wie so etwas abläuft.

Welche Tipps hast Du für Bewerber, die sich für diesen Ausbildungsberuf bewerben?

Offen sein und ein gutes mathematisches Verständnis mitbringen. Wer sich nicht sicher ist, ob der Ausbildungsberuf das Richtige für ihn/sie ist, sollte ein Praktikum machen, bevor er sich entscheidet. Ich kann diese Ausbildung nur empfehlen. Es ist sehr interessant und wird niemals langweilig.

Hast Du schon Pläne nach der Ausbildung?

Ja, ich möchte erst noch ein paar Jahre als Geselle hier arbeiten und dann meinen Techniker oder Meister machen.

Inwiefern hast Du Dich im Rahmen der Ausbildung persönlich weiterentwickelt?

Ich bin viel selbstständiger geworden, habe gelernt, im Team zu arbeiten und mein technisches Verständnis und Geschick verbessert. Das hilft mir auch Zuhause und in meiner Freizeit.

Wenn Du Dich mal zurückerinnerst, wie waren Deine ersten Tagen bei TWE?

Am Anfang war natürlich alles ganz neu für mich. An meinem ersten Tag wurde ich allen Kollegen vorgestellt und habe mir den Betrieb angeschaut. Ich war vorher noch nie in einem Industrieunternehmen, dementsprechend beeindruckt war ich von den riesigen Maschinen und der Technik. Aber die Leute waren alle sehr nett und hilfsbereit, so bin ich schnell reingekommen.